Dabei reichen die heutigen Baulandreserven bereits für 10,1 bis 10,5 Millionen Menschen ohne neue Einzonungen. Mit dem Scheinargument «Nachhaltigkeit» zieht sich die Initiative sogar ein rot-grünes Mäntelchen über. Statt echte Lösungen zu suchen, etwa gegen Profitgier und Spekulation oder für wirksamen Klimaschutz, werden Migrant:innen pauschal zu Sündenböcken gemacht.
Seit Jahren schüren bürgerliche Parteien diffuse Ängste in der Bevölkerung. Abstimmungen werden zunehmend aus Unsicherheit und Angst statt aus faktenbasierter Überzeugung entschieden. Die Initiative löst keines der bestehenden Probleme, sondern bringt gravierende Nachteile mit sich. Der humanitäre Ruf der Schweiz wird beschädigt, wir entwickeln uns zu einem abgeschotteten Inselstaat mitten in Europa. Dabei ist die EU unser wichtigster Handelspartner, und in einer zunehmend bedrohlichen Weltlage sind wir auch auf gute Beziehungen und Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn angewiesen. Isolation macht verletzlich, neue Panzer und Kampfjets schaffen keine echte Sicherheit, kosten aber Milliarden.
Ausländische Arbeitnehmende werden entrechtet und deklassiert, der Saisonnierstatus käme faktisch zurück. Wir sind für unser Wohlergehen auf diese Arbeitskräfte angewiesen. Neue Kontingente schaffen zusätzliche Bürokratie und erschweren die grenzüberschreitende Strafverfolgung.
Die von reichen Kreisen massiv unterstützte Initiative schwächt zudem den Lohnschutz und die Arbeitsmarktkontrollen, was die Ausbeutung von Arbeitskräften erleichtert, auch jener der eigenen Bevölkerung. Arbeit und Studium im Ausland würden erschwert. Die Zahl der Erwerbstätigen sinkt während die Kosten der AHV steigen. Längere Arbeitszeiten und ein höheres Rentenalter sind die Folge.
Diese Initiative gefährdet Sicherheit, Wohlstand und Zusammenhalt. Deshalb empfehle ich dringend ein NEIN in die Urne zu legen.
Hans-Jörg Bornschein, Präsident SP Volketswil


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