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Amphibien-Nachwuchs im Erdbeerirain

Erstellt von Interessengemeinschaft für Lebensraum und Umwelt | |   Unsere Zeitung

Eine Exkursion der IGLU führte die Teilnehmenden zum Erdbeerirain, wo die Gemeinde im Zuge der Biodiversitätsinitiative Amphibienteiche anlegte. Der Anlass war sehr gut besucht und die Teilnehmenden staunten über die Artenvielfalt in diesem Schutzgebiet.

Nachdem der alte Teich im Erdbeerirain verlandet war, legte die Gemeinde Volketswil Ende 2024 drei neue Teiche an. Es war eines der Leuchtturmprojekte der Biodiversitätsinitiative, welche von Mitgliedern der IGLU Volketswil mitlanciert wurde. Die Teiche waren das Ziel einer Exkursion, welche die IGLU Volketswil am 26. April durchführte. Der Anlass stiess auf grosses Interesse: 34 Mitglieder und Nichtmitglieder schlossen sich an. Gestartet wurde an der Bushaltestelle Eichstrasse. Ernst M. Kistler erklärte anhand der Flächen in der Nähe, wie wichtig die Pflege naturnaher Gebiete für den Erhalt der Artenvielfalt ist: Ohne Pflege kann etwa die Armenische Brombeere Überhand nehmen und andere Arten verdrängen. Entlang des Naturlehrpfads wuchsen Wiesenschaumkraut und Knoblauchrauke, welche Futterpflanzen des Aurorafalters sind. Auch diesem Schmetterling begegneten die Teilnehmenden im Laufe der Exkursion. Beim Erdbeerirain angekommen, betraten die Teilnehmenden das Gebiet entlang der Hecke, um die Wiese zu schonen. Schnell wurde deutlich, dass die Teiche voller Leben waren: Rund ein Dutzend Bergmolche und mehrere Kaulquappen der Erdkröte schwammen darin. Zudem hatte es Libellenlarven, Wasserläufer, Rückenschwimmer und Wasserspinnen. Am lehmigen Ufer waren die Spuren von Dachs und Reh zu sehen. In der Trockenwiese des Schutzgebiets zirpten Grillen. Die Hecke diente Vögeln als Rückzugsort, darunter die Gartengrasmücke. Ernst M. Kistler und Majken Grimm erzählten Wissenswertes insbesondere über Amphibien und beantworteten Fragen aus der Runde. Volketswil weist eine hohe Vielfalt an Frosch- und Molcharten auf. Das hat die Gemeinde Moorgebieten wie dem Chrutzelried zu verdanken, aber auch dem Kiesabbau in Kindhausen und im heutigen Griespark. Durch den Kiesabbau bildeten sich wechselnde Teiche, welche gerne als Laichgebiet genutzt wurden. Einige anspruchsvollere Arten sind seitdem verschwunden, andere sind dank tatkräftiger Naturschutzbemühungen geblieben.

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