Rund 60 Volketswilerinnen und Volketswiler - der Grossteil von ihnen schon im fortgesetzten Alter - kamen Ende September im Wallberg zusammen. Es waren bekannte und auch weniger bekannte Gesichter aus der Senig, aus den Kirchen, aus der Nachbarschaftshilfe und weiteren Organisationen anwesend. Die Einladung zum ersten Wertschätzungsanlass der Gemeinde Volketswil ist jedoch an weit mehr Personen verschickt worden, wie vom Ressortvorsteher Soziales, Dejan Malcic, zu erfahren war.
Menschlich und lebenswert
«Es gibt sicher unangenehmere Aufgaben in meinem neuen Amt als heute vor Menschen zu stehen, die ihre Freizeit dafür einsetzen, anderen Menschen etwas Gutes zu tun». Aus eigener Erfahrung wisse er - Malcic engagierte sich unter anderem in der örtlichen Feuerwehr und in verschiedenen Vereinen - dass Freiwilligenarbeit nicht nur bedeutet, irgendwo dabei zu sein, sondern auch Zeit zur Verfügung zu stellen und Verantwortung zu übernehmen. Gerade deshalb sei dieses Engagement alles andere als selbstverständlich. Als etwas Spezielles hob der neue Sozialvorstand das freiwillige Engagement im Altersbereich hervor. «Sie schenken Menschen etwas, das man nicht einfach kaufen oder durch eine Verwaltung organiseren kann. Sie schenken persönliche Aufmerksameit und ermöglichen Begegnungen. Es geht nicht um abstrakte Leistungen. Hinter jeder einzelnen Stunde steht ein Mensch, der sich entschieden hat, einen Teil seiner Zeit jemand anderem zu geben.» Malcic würdigte insbesondere den jahrzehntelangen Einsatz von vielen Volketswilerinnen und Volketswilern zu Gunsten der Gemeinschaft. «Sie machen Volketswil menschlicher und lebenswerter. Im Namen des Gemeinderates möchte ich ihnen deshalb heute danke sagen. Danke für Ihre Zeit, danke für Ihre Geduld, danke für ihre Ideen und vor allem danke, dass sie bereit sind, für unsere Bevölkerung da zu sein.»
590 Millionen Stunden
Auch der anwesende Gemeindepräsident Jean-Philippe Pinto gab seiner Dankbarkeit für das freiwillige Engagement Ausdruck - und erinnerte daran: «Ohne Freiwillige könnten wir die die vielen Aufgaben gar nicht stemmen, denn jährlich werden allein in der Schweiz 590 Millionen Stunden an Freiwilligenarbeit geleistet, was monetär umgemünzt mehr wäre als der Bund heute für die gesamte Forschung ausgibt». Als Gemeindepräsident bereite ihm das Thema aber auch Sorgen. Er müsse feststellen, dass die jüngere Generation tendenziell weniger bereit sei, sich freiwillig zu engagieren. Die Konsequenz davon sei, dass der Staat zunehmend mehr Aufgaben übernehmen müsse. Pinto appellierte zudem an die Anwesenden, weitere Menschen aus Volketswil für die Freiwilligenarbeit zu begeistern.
«Ich kenne hier jeden Stein»
Für die Unterhaltung sorgte im Anschluss der Comedian Peter Pfändler, der zur grossen Überraschung der Anwesenden mit profundem Wissen über Volketswil brillierte. «Ich kenne hier jeden Stein». Dies übrigens, weil der ehemalige Aviatiker und Radiomoderator während vielen Jahren sein Pferd von einem Stall in Bisikon betreuuen liess. Eine ganz persönliche Erinnerung aus seiner Schulzeit verbindet ihn weiter mit der Familie Pinto. Der Vater des Gemeindepräsidenten war sein Schulzahnarzt gewesen. «Gesunde Zähne, Fröhlichkeit und Freundlichkeit habe ich den Pintos zu verdanken», frohlockte Pfändler.


Kommentare (0)
Keine Kommentare gefunden!