Die Referentin Andrea Knecht-Meister, Co-Präsidentin der IGLU, verstand es gekonnt, ihr Wissen über diesen schillernden Vogel auf spannende und sehr informative Weise zu vermitteln. Gestützt auf fundierte Informationen von BirdLife Schweiz nahm Andrea Knecht-Meister das Publikum mit in den Lebensraum dieses aussergewöhnlichen Tieres.
Der Meisterjäger am Wasser
Wie die Referentin anschaulich erklärte, ist der Eisvogel ein wahrer Meisterjäger, der sich hauptsächlich von kleinen Fischen ernährt. Er ist besonders für seinen pfeilschnellen Flug knapp über der Wasseroberfläche bekannt. Auf der Jagd nutzt er eine geschickte Technik: Er setzt sich an fischreichen Gewässern auf eine Warte, und sobald er eine Beute entdeckt hat, stürzt er sich blitzschnell kopfüber in die Fluten. Dabei kann er eine maximale Tauchtiefe von etwa einem Meter erreichen.
Anspruchsvoll bei der Wohnortwahl
Sehr informativ waren auch die Ausführungen zu den hohen Ansprüchen, die der Vogel an seine Umgebung stellt. Der Eisvogel steht symbolisch für eine intakte Natur und benötigt klare, saubere sowie fischreiche Flüsse. Für den Bau seiner Bruthöhlen ist er zudem zwingend auf natürliche Prallhänge angewiesen. Leider machen ihn genau diese spezifischen Ansprüche an seinen Lebensraum in der Schweiz zu einer seltenen und bedrohten Art, die auf der roten Liste steht. Die rund 20 Anwesenden folgten dem hervorragend gehaltenen Vortrag gebannt bis zur letzten Minute. Im Anschluss an den offiziellen Teil lud ein gemütlicher Apéro dazu ein, den gelungenen Abend ausklingen zu lassen. Dabei wurde das neu gewonnene Wissen über den fliegenden Edelstein in angeregten Gesprächen noch lange weiterdiskutiert.


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