«Es war mir jederzeit eine Ehre, die letzten vier Jahre euer Sicherheitsvorstand zu sein», wandte sich am vergangenen Freitagabend der Sicherheitsvorstand Thomas Brauch in einer emotionalen Abschiedsrede an die Männer und Frauen der Feuerwehr Volketswil. Es sei spannend gewesen, hinter die Kulissen zu blicken und seinen Horizont zu erweitern. Brauch dankte für die jederzeit respektvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Rückblickend auf das Feuerwehrjahr 2025, aus dem Brauch als bleibende Ereignisse die Delegiertenversammlung des kantonalen Feuerwehrverbandes im Gries, den Chlorgasunfall im Hallenbad Feldhof im Juni, den Sicherheitstag sowie einen Wohnungsbrand in Hegnau hervorhob, dankte er den Angehörigen der Feuerwehr (AdF) weiter für ihr «fantastisches Engagement für Volketswil». «Ich bin begeistert von eurer Vielseitigkeit, die ihr auch dieses Jahr wieder eindrücklich unter Beweis gestellt habt.» Da Brauch im Frühjahr nicht mehr als Kandidat für den Gemeinderat antreten wird, war es sein letzter offizieller Auftritt an einer Soldauszahlung. Zum Abschied beschenkte er alle Gäste mit einem aus Feuerwehrschläuchen gefertigten Gürtel.
Meiste Einsätze im Juni
Nach dem gemeinsamen Nachtessen waren alle Augen auf den Kommandanten Michael Fässler gerichtet, der mit Zahlen und Bildern die letzten zwölf Monate nochmals Revue passieren liess. Insgesamt 135-mal wurde die Feuerwehr aufgeboten – 13-mal mehr als im Vorjahr. Fässler sprach von einer «sehr hohen Anzahl» von Einsätzen, und dies, obwohl das Jahr 2025 von grösseren Unwetterereignissen verschont geblieben ist. 35-mal rückten die Männer und Frauen zum Brandbekämpfen aus, im Jahr davor waren es 22 Mal. Der Kommandant selber war an 81 Einsätzen vor Ort. Auch die automatischen Brandmeldeanlagen hielten die Feuerwehr auf Trab. «In der Volketswiler Industrie gibt es viele solcher Anlagen», schob Fässler nach. Mehr Einsätze führte auch zu mehr Einsatzstunden – die stiegen von 1326 (2024) auf 1745 (2025) an. Mit 17 Einsätzen schlug der Juni in der Jahresstatistik obenaus, und montags sowie freitags gab’s jeweils die meisten Alarme.
Chlorgas und E-Scooter
Bereits in den frühen Morgenstunden des Neujahrs standen die Floriansjünger im Einsatz – dies, weil Überreste von abgebranntem Feuerwerk in Containern entsorgt wurden, die dann in Brand gerieten, wie Fässler anhand von Beweisbildern zeigte. Auch die Kerzen am Christbaum nochmals anzuzünden, wie es in einem Haushalt in Hegnau Mitte Januar getan wurde, war letztendlich keine gute Idee. Ein Novum im vergangenen Jahr war der Brand eines E-Scooters. Doch die Feuerwehr rückte nicht nur bei Bränden aus. Im Frühjahr half sie einer Person, die sich auf den Balkon ausgeschlossen hatte, in ihre Wohnung zurück. Ein weiterer Rettungseinsatz fand in unmittelbarer Nachbarschaft des Feuerwehrdepots statt, bei dem der aufgebotene REGA-Helikopter direkt auf dem Vorplatz an der Kindhauserstrasse landete. «Zum Glück ist niemand verletzt worden.» Mit diesen Worten erinnerte sich der Kommandant an den Chlorgas-Vorfall im Hallenbad Feldhof, der mit einem mehrstündigen Feuerwehreinsatz zu Buche schlug. Auch um durch Winde umgefallene Metallzäune wieder aufzurichten oder um nach Strassenunfällen Verkehrsumleitungen einzurichten, war Volketswil auf die Hilfe seiner Feuerwehr angewiesen. «Wir haben die Einsätze gut gemeistert. Die Brände waren nicht ohne», zog Fässler zufrieden Bilanz.
Im Durchschnitt 37 Jahre alt
In einem weiteren Programmteil konnte der Kommandant 15 Kolleginnen und Kollegen ehren, die im vergangenen Jahr wiederum 100 Prozent der Übungen besucht hatten. Bei drei Austritten und vier Eintritten blieb der Mannschaftsbestand konstant. Aktuell zählt die Feuerwehr 71 Köpfe. 12 AdF sind weiblich, das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahren und die durchschnittliche Anzahl der Dienstjahre bei 9. Über eine Beförderung vom Leutnant zum Oberleutnant durfte sich der neue Ausbildungschef Andy Scherer freuen. Marco Schmäh wird sich ab diesem Jahr neu um die Führungsunterstützung kümmern. Rico Sommerhalder schliesslich wurde vom Oberleutnant zum Soldaten degradiert – dies, nachdem er 22 Jahre lang dem Kader gedient hatte und nun etwas kürzertreten will.
Weiteres unter: feuerwehr-volketswil.ch


Kommentare (0)
Keine Kommentare gefunden!