Anmelden | Registrieren

Ein ja zur Ernährungsinitiative

Erstellt von Hansjörg Bornschein, Volketswil | |   Unsere Zeitung

60 Prozent der verfügbaren Ackerfläche, die für den Anbau pflanzlicher Nahrung für den menschlichen Verzehr geeignet ist, wird für den Anbau von Tierfutter (Kunstwiesen, Futtergetreide, Grün- und Silomais sowie Eiweissfutter) verwendet, dadurch gehen 70 bis 85 Prozent der angebauten Kalorien verloren.

Wenn die Tiere nur noch Gras von nicht ackerfähigen Flächen (rund 70 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche), Kleie, Presskuchen und andere Nebenprodukte verfüttert bekämen, würde zum Beispiel die Milchleistung nur um ca. 15 Prozent sinken. Der Selbstversorgungsgrad könnte aber auf weit über die angestrebten 70 Prozent (Agrarforschung Schweiz, Lebensmittel, Februar 2026) erhöht werden, ohne dass auf tierliche Produkte verzichtet, sondern lediglich reduziert werden müsste (ganz ohne Vegan-Zwang!). Zusammen mit der bereits vom Bund angestrebten Reduktion von Foodwaste ist dieses Ziel also durchaus realistisch. 70 Prozent liegen nicht im äussersten Bereich des Machbaren, sondern eher im mittleren Bereich. Die Viehwirtschaft setzt Böden, Trinkwasser und Biodiversität stark unter Druck. Futtermittel müssen aus dem Ausland zugekauft werden. Eine Reduktion der Viehwirtschaft auf eine Grösse, die aus eigenen Mitteln unterhalten werden könnte, würde die inländische Produktion stärken, Boden und Grundwasser schützen, natürliches Saatgut fördern und käme der Erreichung unserer Klimaziele zugute. Deshalb sollten wir die Initiative am 27. September annehmen. 

Hansjörg Bornschein, Volketswil

Zurück
Die Kommentarfunktion steht nur registrierten und angemeldeten Nutzern zur Verfügung. Zum Login.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!