«Wir möchten Ihnen heute Vormittag das vielfältige Angebot der Senig näher vorstellen und Ihnen einige Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ihren neuen Lebensabschnitt bereichern können», sagte Senig-Präsidentin Ursula Hilbrand bei der Begrüssung der knapp 150 Neupensionierten, die bei Kaffee und Gipfeli im Saal an den Tischen sassen und gespannt zuhörten. Doch bevor sie Details zum grossen Angebot der Senig, die 1982 gegründet wurde und heute 730 Mitglieder hat, zu hören bekamen, ergriff Volketswils Gemeindepräsident Jean-Philippe Pinto das Wort. «Ich schätze die Arbeit der Senig sehr, denn sie übernimmt viele Aufgaben, die in anderen Gemeinden von der Gemeinde selber übernommen werden müssen», sagte er. «Unsere Gemeinde ist zwar nicht der Mittelpunkt der Schweiz, aber bei uns läuft extrem viel. Zurzeit gibt es viele unbeliebte Baustellen, aber wir bauen für die Zukunft. Wir bauen für die Fernwärme, das Glasfasernetz, wir wollen die Gemeinde nachhaltiger und attraktiver machen. Der Bus hat aufgrund der Baustellen Mühe, aber wir suchen nach Lösungen. Wir sind sehr gut erschlossen, wir befinden uns in einem Top-Wachstumsgebiet.» Noch gebe es keinen eigenen Bahnhof, aber man schaue mit dem ZVV nach neuen Busverbindungen, und der ZVV habe durchaus positiv reagiert.
Neues Altersleitbild
Wie sich Volketswil in Zukunft entwickeln könnte, wurde anschliessend im Film «Vision der Standortförderung Volketswil» gezeigt. Und was macht die Gemeinde für das Alter? 2024 hat sie ein neues Altersleitbild verabschiedet und eine zentrale Fachstelle für Alters- und Pflegefragen eingerichtet. Unter der Führung von Simone Gerber kommen hier Themen wie Wohnen, Gesundheit und Finanzen zur Sprache, und Bescheinigungen für Zusatzleistungen zu AHV/IV werden erteilt. «Diese Zusatzleistungen machen dem Gemeinderat zusehends Sorgen», so Jean-Philippe Pinto. «Die Bevölkerung wird immer älter, es gibt mehr Pensionierte als Leute, die neu auf den Arbeitsmarkt kommen. Die Zusatzleistungen steigen um 10 Prozent jährlich an. Und das muss gedeckt werden.» Der Gemeindepräsident machte auf ein Referat am 26. März um 18.30 Uhr im Restaurant LaVita aufmerksam, bei dem die Fachstelle ihr Angebot präsentieren wird. Zudem erhalten alle Pensionierten die Broschüre «Älter werden in Volketswil», die alle Fragen rund ums Alter abdeckt, die aufkommen können. Neupensionierte, die auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung sind, können auch bei einer Mitarbeit in der Gemeinde oder in einem Verein fündig werden. So werden Leute für den freiwilligen Besuchsdienst gesucht, für Kurse im Gemeinschaftszentrum, für das Computer-Treffen von Senioren für Senioren oder für Einsätze im Klassenzimmer. Die Kirchen haben diverse Angebote für Seniorinnen und Senioren, und im Gemeinschaftszentrum In der Au gibt es ein grosses Angebot an Kursen für jeden Geschmack. Mehr Infos über die Webseite www.volketswil.ch unter «Treffpunkte». Auch wies Jean-Philippe Pinto auf das Gratis-Sport- und -Bewegungskurse-Angebot hin, das von 5. Mai bis 27. Juni bei der Laufbahn im Kuspo Gries stattfindet.
Neue Kontakte finden
Im neuen Lebensabschnitt nach der Pensionierung geht es nicht nur darum, die Freizeit sinnvoll zu gestalten, sondern auch um das Knüpfen neuer Kontakte und vielleicht sogar um das Finden neuer Freunde. Der siebenköpfige Vorstand unter Präsidentin Ursula Hilbrand ist diesbezüglich sehr aktiv. Ein Team von Wanderleiterinnen und Wanderleitern unter Harald Gattiker organisiert wöchentlich Wanderungen in sechs verschiedenen Leistungsstufen. Zudem sind regelmässig Nordic-Walking-Gruppen mit erfahrenen Leitpersonen unterwegs. «Neu haben wir wieder Wanderwochen im Programm», so Harald Gattiker. Dieses Jahr wird die Wanderwoche in der Region um Ilanz stattfinden und ein gemischtes Programm bieten. Der Kulturplausch führt Interessierte alle zwei Wochen zur Besichtigung eines interessanten Betriebs, etwa des Rettungsdienstes Zürichsee-Oberland-Linth oder einer Zigerproduktion. Auf dem Programm stehen zudem zwei Kulturreisen und ein Jahresausflug, der wegen vieler Anmeldungen oft doppelt durchgeführt werden muss. Wer an den Anlässen teilnehmen möchte, kann gratis zweimal schnuppern, danach wird ein Senig-Beitritt gewünscht.
Spiel und Spass
Für Seniorinnen und Senioren, die nicht mehr mobil genug für körperliche Aktivitäten sind, bietet die Senig eine Vielzahl an anderen Kontakt- und Begegnungsmöglichkeiten an, zum Beispiel einen Jass-Treff zweimal im Monat, einen monatlichen Spielnachmittag mit diversen Spielen und ein monatliches Preiskegeln. Auf der Website www.senig.ch findet man zudem viele weitere Anlässe wie den Suppenzmittag, Gespräche bei Kaffee und Kuchen, einen Liedernachmittag und Lottonachmittage, bei denen die erste Karte gratis ist, weitere für 1 Franken gekauft werden können. Und vor Weihnachten wird gemeinsam gekranzt. Bei allen Anlässen sind die Gemeinsamkeit und das gegenseitige Kennenlernen besonders wichtig. Im Rahmen von verschiedenen Filmdarbietungen bekamen die Anwesenden einen umfassenden Einblick in die Aktivitäten der Senig. Anschliessend wurden alle zu einem Apéro riche eingeladen, an dem sie bereits Gelegenheit hatten, erste Kontakte zu knüpfen.


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