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Ein Visionär ist nicht mehr

Erstellt von Vroni Harzenmoser | |   Unsere Zeitung

Wieder ist unsere Gemeinde um einen Kämpfer und Macher ärmer geworden. Louis Mayer wird fehlen.

Kein breitrandiger, schwarzer Hut wird mehr von Weitem erkennbar sein. Seine Herzlichkeit, sein politisches Mitdenken, seine Sturheit in Dingen, die er für dringlich hielt und sein immerwährender Charme hinterlassen eine Lücke, die es nun gilt, mit gemeinsamen unvergesslichen Erinnerungen zu füllen. Er verstand es wie kein anderer Schulpräsident, das Tagesgeschäft der Lehrpersonen zu durchleuchten, den Praktikern zuzuhören und wo nötig ohne Formulare und lange Sitzungen Taten zu setzen. Ja, er war ein Macher. Sehr oft besuchte er die Schulhäuser und nahm sich Zeit für Gespräche. Was er für die Schule gut fand, setzte er durch. Er legte sich auch des öfteren erfolgreich mit dem Kanton an – was ich mir von den nachfolgenden Präsidenten auch erwartet und gewünscht hätte.

Louis war nicht obrigkeitsgläubig und er ging auch nicht den Weg des einfachen Widerstands. In seiner Amtszeit erfuhren innovative und kämpferische Lehrpersonen ein hohes Mass an Wertschätzung, anderen erklärte er den Tarif. Er redete Klartext – was alle verstanden – ob gut oder weniger gut interpretiert. Louis war der einzige Präsident, der unser Weihnachtsspiel-Dreierteam jeweils zum Mittagessen einlud. «Am Schulsilvester im Pöstli» war das Stichwort. So war er, unser Louis. Der Visionär ist tot, es lebe der Visionär. Bleibt zu hoffen, dass seine Visionen weiterleben und von würdigen Nachfolgern weiter verfolgt werden. In Dankbarkeit für so viele freundschaftliche und herzliche Begegnungen.

Vroni Harzenmoser

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