Ich bin kein Experte. Aber ich habe doch etwas Lebenserfahrung bei der Beobachtung derartiger Projekte. Meine Schlussfolgerung lautet: Die Pläne sind stets das Resultat von unzähligen Sitzungen, kostspieligen Expertisen und gut gemeinten Kompromissen. Sie beruhen stets auf einer volatilen Ausgangslage. Denken wir doch nur an den unsicheren Ausgang der Abstimmung betreffend "10-Millionen-Schweiz", an globale Konflikte, oft mit religiösem Hintergrund, an den Klimawandel oder die EU-Mitgliedschaft. Und um wieder auf den Titel "erstens kommt es anders" zurückzukommen: Allein im Zusammenhang mit der Oberland-Autobahn könnte ich einige millionenschwere Fehlplanungen aufzählen, zum Beispiel eine Autobahnbrücke im Betzholz für eine Strasse, die nie gebaut werden kann und wo die geplanten Abbruchkosten heute höher budgetiert werden als die seinerzeitigen Neubaukosten. Diese Bemerkungen sind keine Abstimmungsempfehlung sondern lediglich generelle Gedanken zur langfristigen Planung.
Heinz Bertschinger, Gutenswil


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