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Ewiger Feierabendstau

Erstellt von Thomas Baur, Volketswil | |   Unsere Zeitung

Seit Monaten findet man Volketswil vor lauter Baustellen nicht mehr. Wenn ich im Bauamt Volketswil vorstellig werde, heisst es dort: das geht uns nichts an, das ist eine kantonale Baustelle. Es ist aber immer noch Volketswiler Boden und rundherum wohnen und arbeiten Volketswilerinnen und Volketswiler, also hätte man sich ruhig einmal mit den kantonalen Beamten zusammensetzen können um die Sache eine wenig zu koordinieren.

Aber welcher Volketswiler pinkelt schon den Kantonsrats-Freunden unseres Gemeindepräsidenten ans Schienbein? Der kantonale Oberguru, der im vollklimatisierten Büro am «grünen Tisch» in den Sessel flatuliert, würde seinen Allerwertesten auch nicht aus dem Sitz wuchten, um vor Ort mal einen Augenschein zu . Das wäre mit Mühe und Arbeit verbunden. Beispiel gefällig? Die Baustellen sind hundsmiserabel signalisiert. Sogar ein Streifenwagen im Einsatz ist in die Gegenfahrspur eingebogen Als ich mit den Gehstöcken zur Physio ging,  musste ich einen Umweg von ca. 300 Metern machen. Diejenigen, die mit dem Rollstuhl zur Physio kamen, mussten abgeholt und sicher geleitet werden. Die provisorische Fahrspur ist derart miserabel ausgeführt, dass der Bus Schritttempo fahren muss, damit die Passagiere nicht aus dem Sitz katapultiert werden. Die Einfahrt in die Zentralstrasse aus dem Lindenhof oder aus der Tankstelle ist eine Mutprobe, weil man vor lauter senkrechter und waagerechter Latten (rot/weiss) den Verkehr nicht mehr sieht. Wo ist da der Bauleiter? Da fragt man sich doch allen Ernstes: wozu wählen und bezahlen wir Behörden? Wozu bezahlen wir Steuern?

Thomas Baur, Volketswil

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