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Französisch in der Primarschule - ein leides Thema

Erstellt von Vroni Harzenmoser, Volketswil | |   Unsere Zeitung

Schon wieder wird in den Bildungsgremien der Kantone gefeilscht. «Sollen wir – sollen wir nicht?» Pauschale Abschaffung des Französisch-Unterrichts auf Primarschulstufe?

Für mich als Praktikerin zeigt sich einmal mehr, dass die Obrigkeit weltmeisterliche Fähigkeiten in Sachen Giesskannenprinzip besitzt. Sie möchte am liebsten damit über die Köpfe von Kindern und Lehrpersonen hinweg rauschen ohne zu bedenken, dass wir in unseren Schulen eine riesige Bandbreite von unterschiedlichsten Individuen sitzen haben - nicht nur solche, für die der Sprachenunterricht überfordernd ist. Während heute die Förderung der leistungsstarken Kinder endlich wieder in aller Munde ist, will man andererseits ausgerechnet das Sprachenangebot pauschal reduzieren. Gerade Kinder mit Leistungspotential brauchen Herausforderungen – auch sprachliche. Ein individuelles Französisch-Angebot für die Begabungs-und Begabtenförderung muss dringend erhalten bleiben. Teure und gute Lehrmittel sind ja in Hülle und Fülle vorhanden. Ein bisschen mehr Einblick in den Schulalltag und die Herkulesarbeit an der Front bleibt mein Dauerwunsch an die «Schreibtischtäter» der oberen Etagen.

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