324 Personen haben an der Umfrage der Standortförderung teilgenommen. Rund 240 davon wünschen sich mehr Treffpunkte, Cafés und Restaurants. Ein Wunsch, der mich etwas nachdenklich stimmt.
Mitte der 90er-Jahre war die Bar im Restaurant Chappeli abends so gut besucht, dass man oft in der dritten Reihe stand und kaum an sein Bier kam. Seither hat sich vieles verändert. 2005 wurde die Promillegrenze im Strassenverkehr auf 0,5 gesenkt, 2010 folgte das Rauchverbot in Gaststätten. Auch Corona hat seine Spuren hinterlassen. Die Folge: Viele Lokale sind verschwunden, und die verbliebenen sind abends oft leer. Deshalb frage ich mich: Wo sind all jene, die fehlende Treffpunkte beklagen, die bestehenden Angebote aber kaum nutzen? Ein gutes Beispiel ist das Restaurant Memuzin. Die Bar bleibt abends meistens leer, und auch zum Essen finden sich oft nur wenige Gäste ein. Dabei wäre es ein idealer Ort, um mit Bekannten ein Feierabendbier zu geniessen, sich auszutauschen oder gemütlich und gut zu essen. Vielleicht sollten wir also weniger darüber klagen, was in Volketswil fehlt, und wieder öfter dort einkehren, wo die Türen bereits offenstehen, denn ein Restaurant lebt nicht von Umfrageergebnissen, sondern von seinen Gästen.
Walter Rutschi, Volketswil


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