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Gewählt mit sieben Stimmen

Erstellt von Marlies Petrig, Gutenswil | |   Unsere Zeitung

Manchmal schreibt das Leben die besten Geschichten – oder zumindest die überraschendsten Wahlergebnisse. Da bewirbt man sich nicht, verzichtet auf jedes "Ich stelle mich zur Verfügung" – und wird trotzdem in die reformierte Kirchenpflege gewählt. Im zweiten Wahlgang. Mit sieben Stimmen. Sieben!

Das ist ungefähr die Anzahl Leute, die man spontan für einen Apéro zusammenbringt. So sehr ich dieses Vertrauen auch schätze – und das tue ich wirklich – muss ich die Wahl ablehnen. Nicht, weil mir das Interesse oder die Vertrautheit mit den Themen fehlt, sondern weil ich überzeugt bin: Wer ein Amt übernimmt, sollte es mit Zeit, Energie und voller Aufmerksamkeit tun. Und so, wie ich aktuell beruflich und in der Freiwilligenarbeit aufgestellt bin, ist das mit einem zusätzlichen Amt nicht vereinbar. Eine halbe Sache passt vielleicht zu einer Portion Pommes, aber nicht zu einem öffentlichen Amt. Herzlichen Dank an die sieben Mutigen für ihr Vertrauen. Ich hoffe, die Kirchgemeinde findet mit der Zeit jemanden, der oder die mit voller Überzeugung Ja sagen kann.

Marlies Petrig, Gutenswil

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