Anmelden | Registrieren

Im Dauergalopp mit Krisenbewältigung

Erstellt von Toni Spitale | |   Unsere Zeitung

Carina Zachariah, Organisationsberaterin bei Now.New.Next., war am jüngsten Businesslunch des Industrie- und Gewerbevereins Volketswil zu Gast. Im «Inside» hielt sie ein Impulsreferat zum Thema Krisenkompetenz von Unternehmen.

Roman Geu, Co-Präsident des IGV, nahm es in seiner kurzen Einführung schon vorweg: Krisenbewältigung sei für viele Unternehmer «purer Alltag». Die Gastreferentin Carina Zachariah, Partnerin bei Now.New.Next. – laut Firmenbeschrieb ein Kollektiv für moderne Führung, Zusammenarbeit und Innovation –, setzte sich zuerst mit dem Wesen einer Krise auseinander. Wenn eine Situation überraschend, existenziell bedrohend und nicht bewältigbar sei, könne man von einer Krise sprechen. Die passionierte Bergwanderführerin (i.A.) zog als Beispiel eine kürzlich unternommene Gebirgstour heran, bei der die Gruppe von einem Steinschlag «überrascht» wurde. Dank einem vorgängig trainierten Bewältigungsmuster seien aber alle Betroffenen unversehrt geblieben. Pandemie, Ukrainekonflikt, Irankrieg: Unternehmen, so zeigte die Organisationsberaterin auf, stünden heutzutage im Dauergalopp mit der Bewältigung von Krisen und es sei unmöglich, für alle Szenarien eine Strategie auszuarbeiten.

«Work smarter, not harder»

Weil Organisationen Stabilität und Berechenbarkeit liebten, sei der Weg zu Krisenkompetenz kein Spaziergang. In Krisen würde oftmals einfach härter gearbeitet als sonst, was nicht per se zum gewünschten Erfolg führe. «Work smarter, not harder» sollten sich Firmen stattdessen beherzigen, indem sie den Mut aufbrächten, Neues zu lernen und von alten Zöpfen loszulassen. Die Realität sehe aber anders aus: Neues komme zwar ständig hinzu, aber selten werde abgespeckt. Bei Optimierungen, so die Expertin, gelte es besondere Vorsicht walten zu lassen, damit nicht alle Redundanzen verloren gingen. Krisenkompetenz sei auch kein Personenthema. Mit dem Finger auf andere zu zeigen, sei nicht zielführend. Vielmehr machte sie beliebt, vermehrt auf Initiativen aus der Belegschaft zu hören, denn oftmals kämen von dort die «wirklich überraschenden Informationen». Abschliessend hielt die Referentin fest, dass die Zukunft zwar nicht planbar, aber der Umgang damit gestaltbar sei.

Zurück
Die Kommentarfunktion steht nur registrierten und angemeldeten Nutzern zur Verfügung. Zum Login.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!