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Keine Utopien in Sachen Littering

Erstellt von Beni Hirzel, Volketswil | |   Unsere Zeitung

Gemeinderat Matthias Buob, ein «urliberales Gestein», will mehr auf Eigenverantwortung setzen. Grundsätzlich ist Eigenverantwortung wichtig und richtig. Dass aber Littering und rücksichtsloses Verhalten gemäss Matthias Buob eine Folge von zu viel Staat und Bevormundung sein soll, erstaunt mich doch sehr.

Es scheint, dass er noch nie in anderen Ländern mit weniger Staat und weniger öffentlichen Angestellten war, welche den Müll am Strassenrand wegräumen. Die Haltung weniger Staat gleich mehr Ordnung erachte ich als weltfremd. Vielleicht funktioniert das in einem abgeschotteten Villenquartier, aber sicher nicht dort wo sich das sozial durchmischte Volk aufhält. Regeln und Vorschriften sind vorhanden, doch sie müssen durchgesetzt werden. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Es ist verboten, Wände (auch in Unterführungen) zu versprayen. Es ist verboten, Abfall, dazu gehören auch Zigistummel, liegen zu lassen oder wegzuwerfen. Wie wollen Sie Leuten, welche sich einen Deut um solche Regeln kümmern, mit Eigenverantwortung kommen? Wer mit der Einstellung «nach mir die Sintflut» durchs Leben geht, muss zur Raison gebracht werden. Wer auf den Strassen heute immer noch mit PS-starken Autos Gummi liegen lässt, Lärm verursacht und dabei Freude hat, ist mit schönen Worten nicht zur Vernunft zu bringen. Ich erwarte vom neuen Sicherheitsvorstand, dass er sich für eine realistische Durchsetzung des Litteringverbots engagiert, für Ordnung sorgt und nicht utopische Wunschvorstellungen feil bietet. 

Beni Hirzel, Volketswil

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