Am 17. April werden der Bevölkerung an der Gemeindeversammlung die beiden Richtpläne zur Abstimmung vorgelegt. Diese umfassende Gesamtschau benötigte Zeit. Gesetzliche Abläufe und Fristen müssen eingehalten und Vorlagen durch verschiedene Instanzen geprüft werden. Gleichzeitig laufen mehrere Gebietsentwicklungen: das Kabelnetz wird schrittweise durch Glasfaser ersetzt, die Biodiversitätsinitiative wird umgesetzt, ein neues Altersleitbild erarbeitet und Volketswil ist Teil eines Energieverbundes. Die Liste liesse sich problemlos fortsetzen. Wer dennoch von Stillstand spricht, sollte den Blick acht Jahre zurück richten und sich die damaligen politischen Mehrheiten in Erinnerung rufen. Auch stellt sich die Frage, weshalb eine gewisse Partei zu Beginn und am Ende einer Legislatur zwei Gemeinderäte verliert. Liegt dies am Dauerbeschuss von rechts oder an einem parteiinternen Rechtsruck? Solch eine Partei, die bis vor wenigen Jahren in allen Behörden stark vertreten war, täte wahrscheinlich gut daran, selbstkritisch zu reflektieren. Persönliche Angriffe schaden den eigenen Kandidierenden mehr, als dass sie nützen. Gerne betone ich hierzu, dass das Engagement von Karin Ayar und Marcel Egloff für das Wohl der Gemeinde Anerkennung verdient. Ihre Entscheide zeugten von Mut, Rückgrat und dem Blick fürs Gesamtwohl. In kommunalen Behörden sollte nicht die Parteizugehörigkeit im Vordergrund stehen, sondern die Person und ihre Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit, sowie die nicht zu unterschätzende langjährige Erfahrung. Ich appelliere an einen fairen und sachlichen Wahlkampf – zugunsten von Volketswil.
Timur Demiral, Hegnau


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