Über fünfzig interessierte, engagierte und auch besorgte Einwohnerinnen und Einwohner haben im direkten Austausch mit dem Gemeinderat die Energie- und Klimastrategie diskutiert, kritisch hinterfragt und mit zahlreichen Vorschlägen auch Unterstützung und den Willen zur Mithilfe bei der Umsetzung signalisiert.
Was die Vielfalt der Handlungsfelder und die Zahl der Massnahmen betrifft, ist die präsentierte Energie- und Klimastrategie sehr ambitioniert. Hingegen: Mit Blick auf die sehr bescheidenen finanziellen Mittel, die der Gemeinderat für die Energie- und Klimazukunft einzusetzen beabsichtigt, könnte man die Strategie auch als «bedingt realistisch» bezeichnen. Viele der aufgeführten Massnahmen sind sinnvoll und notwendig, aber ich vermisse in dieser Strategie die Entschlossenheit und eine klare Willensbezeugung, angemessen auf den sich massiv beschleunigenden Klimawandel zu reagieren.
Was es nun braucht, ist die Umsetzung griffiger Sofortmassnahmen wie der Schutz der Bevölkerung vor den gesundheitlichen Folgen künftiger Hitzeperioden, Erlasse und Weisungen zum Umgang mit extremer Trockenheit und Wasserknappheit für Gewerbe, Landwirtschaft, Behörden und Private sowie ein konkreter Plan zur Senkung des CO2-Ausstosses im Gebäude- und Mobilitätsbereich. In Anbetracht der Dringlichkeit müssen die Sofortmassnahmen im Rahmen eines Krisenplans umgesetzt werden – wir haben keine Zeit mehr für kleine Schritte, die sich bis ins Jahr 2040 oder gar 2050 erstrecken!
Der Anlass der Gemeinde im Rahmen der Nachhaltigkeitstage hat mir insofern Hoffnung gegeben, als sich der Gemeinderat der Diskussion gestellt und Offenheit signalisiert hat. Nun müssen Taten folgen – an Vorschlägen der Teilnehmenden mangelt es nicht. Und das Momentum, etwas zu bewegen, ist vorhanden.


Kommentare (0)
Keine Kommentare gefunden!