Die Schule Volketswil beobachtet in den vergangenen Jahren eine deutliche Zunahme von Schülerinnen und Schülern mit ausgeprägten sozial-emotionalen und verhaltensbezogenen Schwierigkeiten. Diese zeigen sich unter anderem in wiederkehrenden Unterrichtsstörungen, Konflikten, impulsivem Verhalten, mangelnder Selbstregulation, sozialem Rückzug oder Schulabsentismus. Die Auswirkungen betreffen nicht nur die betroffenen Jugendlichen selbst, sondern zunehmend auch das Klassenklima, die Lernbedingungen sowie die Arbeitsbelastung der Lehrpersonen. Die bestehenden Unterstützungsangebote wie Schulsozialarbeit, schulische Heilpädagogik oder Klassenassistenz leisten wichtige Beiträge zur Förderung und Stabilisierung der Schülerinnen und Schüler. In besonders komplexen Situationen reichen diese Ressourcen jedoch nicht immer aus. Insbesondere Jugendliche mit anhaltend herausforderndem Verhalten benötigen eine intensivere, verbindliche und alltagsnahe Begleitung, die über punktuelle Beratung oder lernzielbezogene Förderung hinausgeht. Mit Einführung der Schulsozialpädagogik reagiert die Schule Volketswil auf diesen Bedarf. Sie erweitert die bestehenden Unterstützungsstrukturen um eine sozialpädagogische Perspektive und stärkt die integrative Ausrichtung der Schule. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler möglichst im Regelschulsetting zu halten, ihre Teilhabe am Schulalltag zu sichern und gleichzeitig die Lehrpersonen im Umgang mit komplexen Situationen zu entlasten. Ab dem Schuljahr 2026/27 wird die Schulsozialpädagogik zunächst im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts an der Sekundarstufe des Schulhauses In der Höh eingeführt. Eine erste Einführungsphase des Projekts startete bereits im Mai 2026, um den Projektauftrag, den Konzeptentwurf sowie die schulischen Rahmenbedingungen ausarbeiten zu können. Die Schulsozialpädagogik ergänzt bestehende Unterstützungsangebote, ersetzt diese jedoch nicht. Im Unterschied zur Schulsozialarbeit arbeitet sie nicht primär freiwillig und beratend, sondern übernimmt eine kontinuierliche und intensive Begleitung mit klar definierten Entwicklungszielen und begleitet die Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum hinweg im schulischen Alltag. Während der ersten beiden Jahre ist ein Pensum von 60 Prozent vorgesehen. In einer zweiten Phase kann das Angebot auf ein anderes Schulhaus (vorzugsweise der Primarstufe) erweitert und das Pensum dafür auf 80 Prozent erhöht werden. Langfristig soll die Schulsozialpädagogik als fester Bestandteil der schulischen Unterstützungsstruktur etabliert werden und damit einen nachhaltigen Beitrag zu Bildungs- und Teilhabechancen aller Schülerinnen und Schüler leisten. Die Schulpflege hat das Konzept «Schulsozialpädagogik» als Grundlage für die Umsetzung des Pilotprojekts an ihrer Sitzung vom 30. Juni 2026 genehmigt.
Umgebungsplanung für Klimamassnahmen auf der Schulanlage In der Höh
Bei der Planung der Schulraumprojekte 2020 wurden keine Massnahmen zum Wärmeschutz oder zur Senkung der Raumtemperaturen vorgesehen und budgetiert. Bei den bisherigen Schulraumprojekten im Schulhaus Hellwies und im Schulhaus Zentral wurde lediglich in den neu ausgebauten Dachräumen in Leichtbauweise eine Komfortlüftungsanlage mit Kühlaggregat installiert. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten im Schulhaus Lindenbüel konnte mittels eines Nachtragskredits von 250 000 Franken eine passive Nachtauskühlung realisiert werden. Eine vergleichbare Massnahme ist auch beim laufenden Umbau des Schulhauses Feldhof vorgesehen. Ein von der Schulpflege in Auftrag gegebener Bericht zeigt mögliche passive Kühlmassnahmen für die Schulhäuser In der Höh und Hellwies auf. Das Schulhaus In der Höh wird darin als besonders dringlich eingestuft. Die Schulpflege hat die Ausarbeitung eines Vorprojektes für die Umgebungs- und Klimamassnahmen am Schulhaus In der Höh mit einem Kostendach von 50 0000 Franken an das Planungsbüro Planikum AG, Zürich, vergeben.
Kurzmitteilungen
Die Schulpflege hat …
- das Schulprogramm der Schuleinheit Lindenbüel für die Periode Schuljahr 2026–2030 genehmigt.
- die Projektgruppe «Begabungs- und Begabtenförderung» aufgelöst, da der Projektauftrag erfüllt wurde und das Projekt per Schuljahr 2026/27 in den regulären Schulbetrieb übergeht.
- den Abschlussbericht vom 18. Juni 2026 des Gesamtprojektteams (GPT) über den Abschluss des Schulraumprojekts 2020 und die Auflösung des GPT zur Kenntnis genommen. Die bisherigen Aufgaben des GPT hat per 1. Juli das neue Strategische Schulraumplanungsteam (SPPT) übernommen bzw. wurden der neuen Liegenschaftenkommission in Auftrag gegeben.
- die Abrechnung aller mobilen Anschaffungen für die Schule Zentral mit Kosten von Fr. 324 479.97 genehmigt.
- die Abrechnung der angeschafften Schulmöbel im Schulhaus Lindenbüel mit Kosten von Fr. 252 734.05 genehmigt. • die Abrechnung der Anschaffung von interaktiven Wandtafeln im Schulhaus Lindenbüel mit Kosten von Fr. 327 122.70 genehmigt.
- die Anschaffung von 53 interaktiven Wandtafelsystemen und Touchscreens mit Kosten von rund Fr. 303 000 Franken für die Schulanlage Feldhof genehmigt. Der Auftrag wurde an die Firma Hunziker AG Thalwil vergeben. Die Anschaffung erfolgt in zwei Etappen.
- die Vergabe von Elektroarbeiten für die Erneuerung der WLAN-Sender im Schulhaus In der Höh an die Firma EKZ Eltop, mit einem Kostendach von 10 000 Franken genehmigt.


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