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Replik auf Leserbrief "Jean-Philippe Pinto, auf ein weiteres..."

Erstellt von Susana D. Mayer, Volketswil | |   Unsere Zeitung

Die jüngsten Lobeshymnen auf Gemeindepräsident Jean-Philippe Pinto, zuletzt von GLP-Präsident Andreas Pinsini, wirken weniger wie eine sachliche Auseinandersetzung als vielmehr wie ein koordiniertes Abwehrdispositiv gegen jede Form von Kritik. Auffällig ist, dass diese Zuschriften stets allgemein bleiben. Es wird von "Dialog" und "Einbezug" gesprochen, während konkrete Erfahrungen ausgeblendet werden.

Dabei steht für mich fest, dass Projekte über Jahre blockiert oder abqualifiziert wurden, ohne je dem gesamten Gemeinderat zur Beurteilung vorgelegt zu werden. Entscheidungen wurden meiner Ansicht nach faktisch vorweggenommen – ohne transparente Diskussion und ohne politische Würdigung. Wer nach fast drei Jahrzehnten im Gemeinderat und acht Jahren als Gemeindepräsident jede kritische Nachfrage reflexartig als "populistisch" abtut, sollte sich fragen, ob nicht genau darin das eigentliche Problem liegt: Machtkonzentration, fehlende Selbstreflexion und ein Führungsstil, der parteiintern abgesichert, aber nicht mehr selbstverständlich breit abgestützt ist. Ein fairer Wahlkampf bedeutet nicht, Kritik zu moralisieren oder Kritiker zu diskreditieren, sondern sich den offenen Fragen zu stellen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Volketswil können sehr wohl zwischen wohlklingenden Parolen und gelebter politischer Praxis unterscheiden. Oder genügt es inzwischen schon, Kritik mit koordinierten Leserbriefen zu übertönen?"

Susana D. Mayer, Volketswil

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