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Schützen Sie sich vor Sommerhitze

Erstellt von Gemeindehaus | |   News

Ältere Menschen, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder leiden besonders unter hohen Temperaturen. Mit den richtigen Massnahmen können Sie sich und Ihre Liebsten wirksam vor gesundheitlichen Risiken schützen.

Bald nahen der Sommer und damit auch heisse Tage. Anhaltende Hitze ist für den Körper belastend. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder. Lesen Sie, worauf Sie an heissen Tagen achten sollten und wie Sie sich und andere schützen können.

Warum ist grosse Hitze belastend?

Die Wärmeregulation sorgt dafür, dass unsere Körpertemperatur normalerweise konstant bei etwa 37 Grad liegt. Bei grosser Hitze stösst diese Regulation jedoch an ihre Grenzen. Ältere Menschen schwitzen oft weniger und das Durstgefühl nimmt mit dem Alter ab. So bemerken sie oft erst spät, dass ihr Körper zu wenig Flüssigkeit erhält oder die Körpertemperatur ansteigt. Auch chronisch Kranke und Schwangere reagieren empfindlich auf hohe Aussentemperaturen.

Säuglinge und Kleinkinder sind ebenfalls besonders gefährdet. Ihr Körper kann die Temperatur noch nicht so gut regulieren wie bei Erwachsenen. Zudem verlieren Kinder schneller Flüssigkeit und können Durst oder Beschwerden oft noch nicht richtig mitteilen. Säuglinge sind darauf angewiesen, dass Erwachsene ihnen regelmässig Flüssigkeit anbieten beziehungsweise sie häufiger stillen oder füttern.

Alarmsignale und Massnahmen

Grosse Hitze ist belastend für den Körper. Folgende Anzeichen sollten ernst genommen werden:

· Erhöhte Körpertemperatur

· Rascher Puls

· Schwäche und Müdigkeit

· Kopfschmerzen

· Krämpfe in der Muskulatur

· Trockener Mund oder trockene Lippen

· Schwindel, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen

· Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall

· Unruhe oder Teilnahmslosigkeit bei Kindern

Treten solche Beschwerden auf, sollten Betroffene in einen kühlen, schattigen Bereich wechseln und sich hinlegen. Ein nasses Tuch, eine Dusche oder kühle Umschläge helfen, die Körpertemperatur zu senken. Zudem gilt es, genug zu trinken – am besten Wasser oder ein isotonisches Getränk (2/3 Wasser, 1/3 Fruchtsaft, ½–1 gestrichener Teelöffel Salz auf 1 Liter).

Bessern sich die Beschwerden nicht oder sind Sie unsicher, kontaktieren Sie die Ärztin bzw. den Arzt oder das kostenlose AERZTEFON unter Telefon 0800 33 66 55.

 

Praktische Tipps für heisse Tage

· Trinken Sie regelmässig, auch wenn Sie keinen Durst haben. Für Erwachsene sind mindestens 1,5 Liter pro Tag empfohlen. Kinder brauchen ebenfalls regelmässig Flüssigkeit. Wasser und ungesüsster Tee eignen sich besonders gut.

· Kalte und leicht verdauliche Speisen, etwa Salate, Obst, Gemüse oder Milchprodukte, belasten den Körper weniger. Da beim Schwitzen Salz verloren geht, ist auch auf eine genügende Salzzufuhr zu achten.

· Verlegen Sie körperlich anstrengende Tätigkeiten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Das gilt sowohl für sportliche Aktivitäten als auch für Einkäufe oder andere Erledigungen im Freien. Kinder sollten an sehr heissen Tagen nicht in der prallen Sonne spielen.

· Tragen Sie luftige, leichte und helle Kleidung. Auch Säuglinge und Kinder sollten leicht bekleidet sein und sich möglichst im Schatten aufhalten.

· Halten Sie sich draussen im Schatten auf. Dunkeln Sie die Räume in Ihrem Zuhause tagsüber ab und lüften Sie nachts, wenn es kühler ist. Kinderwagen, Zelte oder sonnenbeschienene Räume können sich stark erwärmen. Lassen Sie niemals Personen oder Tiere im geparkten Auto zurück – auch nicht für wenige Minuten.

· Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte in der Arztpraxis oder in der Apotheke nachfragen, ob bei Hitze Anpassungen notwendig sind.

· Nutzen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Schützen Sie sich mit einem Sonnenhut oder einer anderen Kopfbedeckung und tragen Sie eine Sonnenbrille. Auch Kinder und besonders Säuglinge sollten möglichst keiner direkten Sonne ausgesetzt werden.

Hilfreiche Unterstützung

Ältere oder kranke Menschen, die allein leben, sind besonders gefährdet. Angehörige, Bekannte und Nachbarinnen sowie Nachbarn können mithelfen, Risiken zu reduzieren. Schauen Sie regelmässig vorbei oder melden Sie sich telefonisch. Unterstützen Sie beim Einkauf oder anderen Alltagsaufgaben und stellen Sie sicher, dass genügend Getränke vorhanden sind. Auch Familien mit Säuglingen oder kleinen Kindern können an sehr heissen Tagen froh um Unterstützung sein.
 

 

 

 

 

 

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