Sich jedoch nach seinem erfüllten Wunschtraktandum zu verabschieden ist schlichtweg undemokratisch, unhöflich, arrogant, peinlich und respektlos.
Ein weiterer Exodus erfolgte nach den Traktanden der Politischen Gemeinde. Die Schulgeschäfte interessierten nicht.
Wohl ging bei den Flüchtigen vergessen, dass sie kürzlich für eine Einheitsgemeinde gestimmt haben. Da bleibt nur Kopfschütteln und Fremdschämen.
Bürger, die eine Versammlung mittendrin einfach verlassen, haben nicht begriffen, dass Mitdenken und Mitbestimmen Bürgerpflicht sind.
Demokratie bedeutet auch zuhören, Interesse für politische Gegebenheiten zeigen, die ausserhalb der eigenen Nasenspitze stattfinden.
Eine Gemeindeversammlungen ist kein Tante-Emma-Laden, in der man sich holt und geht.
In einer Demokratie haben alle Bürger die gleichen Rechte – aber auch Pflichten.
Die von uns allen gewählte Behörde bereitet sich auf die Versammlungen vor, sorgt für Transparenz, argumentiert, belehrt und zeigt Verständnis, soweit es ihr gesetzlich erlaubt ist. Gemeinderat und Schulpflege verdienen es, mit Fairness, Höflichkeit, Anstand und Respekt behandelt zu werden. Das Bier kann schliesslich warten, die Vorlagen nicht.
Kein Land weltweit besitzt dieses Mittel der direkten Mitbestimmung. Dafür wird unser Land beneidet. Demokratie bedeutet «Herrschaft des Volkes». Mit Initiativen, Referenden, Volksbegehren nehmen wir direkten Einfluss auf Gesetzgebung und Verfassung. Wer kann das schon ausser uns Schweizern?
Vroni Harzenmoser, Volketswil


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