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Steuersenkung wirklich komplett durchrechnen!

Erstellt von Hans-Jörg Bornschein, Volketswil | |   Unsere Zeitung

Der neue Finanzvorsteher Matthias Buob will laut "VoNa"-Interview vom 9. Oktober die Steuern massiv senken. Keiner liebt Steuern, alle haben ihr Geld lieber auf dem eigenen Konto. Aber mit diesen Steuern finanzieren wir die Infrastruktur, die für eine gut funktionierende Gemeinde nötig ist und von der alle profitieren.

Volketswil würde bei einer Steuersenkung nicht nur eigene Steuereinnahmen verlieren, sondern voraussichtlich auch weniger Geld aus dem kantonalen Ressourcenausgleich erhalten. Auch Einsparungen in den Ausgaben sind angedacht. Eine Effizienzsteigerung in der Gemeindeverwaltung ist sicher anzustreben, aber wie gross ist das tatsächlich realisierbare Sparpotenzial ohne massiv Leistungen abzubauen. Ein tiefer Steuerfuss lockt sicher neue Einwohner an, meist gut Verdienende. Aber wir können nicht davon ausgehen, dass jeder neue Haushalt der Gemeinde automatisch einen positiven Nettoertrag bringt. Wieviele zusätzliche Haushalte wären also nötig, um ein Defizit zu vermeiden? In welchen Bereichen sind Einsparungen angedacht, besteht dazu ein konkreter Finanzplan? Auf welcher Berechnung basiert das Ziel einer Steuersenkung um 10 Prozent? Wie wird die Reduktion des kantonalen Ressourcenausgleichs berücksichtigt? Welche Auswirkungen hätte das Vorhaben auf die Finanzierung von Schule, Betreuung, Infrastruktur und sozialen Leistungen?

Hans-Jörg Bornschein, Volketswil

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