Es ist nicht das erste Mal, dass unsere Ornithologen ein solches Ereignis entdecken. Dohlen verstehen es immer wieder, bei ihrer Suche nach höhlenartigen Strukturen zu verblüffen. Dabei scheint es ihnen auch egal zu sein, wenn sich der für gut befundene Brutplatz während mehrerer Stunden am Tag immer wieder in andere Richtung dreht. Unter Ornithologen gelten Dohlen auch deshalb als drollige und kluge Gesellen. Instinktiv kommt für sie alles in Frage, was in luftiger Höhe an felsige Lagen erinnert und gerne auch in der Nähe von uns Menschen liegt. Ist Platz genug da, bilden sie mit Vorliebe auch ganze Kolonien aus. In Kindhausen handelt es sich um ein Einzelpaar. Für die Aufzucht ihrer Jungen brauchen Dohlen in den Monaten April und Mai rund drei Wochen Zeit. Bleibt zu hoffen, dass ihnen in Kindhausen diese Dauer vergönnt ist. Die Interessengemeinschaft für Lebensraum und Umwelt versucht, das sicherzustellen. Das Ereignis hier könnte aber auch dazu dienen, an ähnlichen Strukturen mit Nistkästen oder – sofern es sich um fest installierte Kräne oder Ähnliches handelt – gar mit Zementelementen auszuhelfen. Das wäre ein wertvoller und verdankenswerter Beitrag für die Biodiversität.


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