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Vom Strand an den "Stadtrand"

Erstellt von Toni Spitale | |   Unsere Zeitung

Am Willkommenstag vom vergangenen Samstag liessen sich Neuzugezogene vom Gemeindepräsidenten Volketswil zeigen – die längsten Wege hatten Personen aus Taiwan, Äthiopien und Neuseeland hinter sich.

«Es muss einen Grund geben, warum Sie nach Volketswil gezogen sind», begrüsste der Gemeindepräsident Jean-Philippe Pinto die Neuzugezogenen sowie die Behörden- und Parteienvertreter im Restaurant La Vita. Einen guten Grund schob er gleich nach: «Weil Volketswil die schönste Gemeinde ist». Der Zuzug von neuen Einwohnerinnen und Einwohner im vergangenen Jahr hat aber nicht ausgereicht, um die magische Marke von 20'000 zu knacken. So verharrte die Einwohnerzahl per Ende 2025 bei 19930.

Über den Chimlibach gewechselt

Beim gegenseitigen Kennenlernen stellt sich schnell heraus, dass die meisten aus der näheren Umgebung hergezogen sind. So zum Beispiel das junge Ehepaar Meili aus Schwerzenbach, das wegen des erwarteten Familienachwuchses eine grössere Bleibe suchte, an ihrem bisherigen Wohnort aber nicht fündig wurde. Beim Ehepaar Baumgartner war es genau umgekehrt. Sie freuen sich, nach 36 Jahren wieder zurück in ihrer ehemaligen Heimat und in einer etwas kleineren Wohnung zu sein. Weit weg waren sie indes nicht. Wegen damals nicht verfügbarem Stockwerkeigentum, zogen sie über den Chimlibach nach Schwerzenbach. Über all die Jahre hätten sie ihre Treue zu Volketswil aber beibehalten, wie sie betonen. «Seit 56 Jahren absolvieren wir den Vitaparcours in Kindhausen und gehen danach in die Badi Waldacher», erzählt Helga Baumgartner stolz. Keinen anderen Grund als ein für ihre Bedürfnisse passendes Wohnobjekt veranlasste das Ehepaar Beat und Brigitta Hegglin zu einem Umzug aus Wermatswil an die Eichstrasse. «Es gefiel uns gut in Wermatswil», räumt Beat Hegglin ein, um im gleichen Atemzug zu betonen, dass auch der im Vergleich zu Uster tiefere Steuerfuss nicht ausschlaggebend gewesen sei. Auch für die Hegglins ist es ein Comeback. In früheren Zeiten lebten sie schon einmal in Gutenswil. An Volketswil schätzen sie, dass es noch ein Restaurant und einen Dorfladen gibt. Auch ihrem Labrador gefalle es hier gut, insbesondere im Griespark. Dass sie Arztpraxen, Apotheken und Einkaufläden ganz in ihrer Nähe haben, stellt für Stefan und Mirjam Wohnlich ein grosser Vorteil dar Nach 40 Jahren haben sie Ebmatingen verlassen und leben nun im Glattal. Su Ryser, die im Dezember aus der zweitgrössten taiwanesischen Stadt Kaohsiung bei ihrem Gatten eingezogen ist, lobt die lokalen Einkaufsmöglichkeiten ebenfalls. Es sei zwar alles etwas teurer als in Taiwan, aber das Shoppen empfinde sie hier als sehr «convenient – also komfortabel.

Nicht so voll wie in der Stadt

Den weitesten Weg haben der gebürtige Deutsche Frithjof Moritzen und seine Ehefrau hinter sich. Sie lebten während den vergangenen 17 Jahren im neuseeländischen Christchurch. Weil ihre beiden Söhne nach Europa zurückkehrten und die Moritzens fortan ganz alleine am anderen Ende der Welt hausten, entschieden sie sich ebenfalls für eine Rückkehr. «Direkt am «Stadtrand mit Blick ins Grüne und in Gehdistanz zum Bahnhof» haben wir eine bezahlbare Wohnung gefunden», sagt Frithjof Moritzen. Die Lage Volketswils sei ideal und es sei hier auch nicht so voll wie in der Stadt Zürich. In Neuseeland hatte die Familie am Strand gewohnt, das ist das einzige, was die Moritzen vermissen. Andererseits hätten sie aber auch deutsche Sprache vermisst als sie dort lebten. Und der Schweizer Dialekt sei ja dem Hochdeutschen in weiten Teilen ähnlich.

Danach nahm der Gemeindepräsident seine Gäste – dies auch heuer wieder bei strahlendem Sonnenschein – zu einem Spaziergang über die Hutzlen und durch das Dorf mit. Je einen Halt gab es vor der ehemaligen «Forsanose», in der reformierten Kirche und am Eingang des Griesparks. Zurück im Alters- und Pflegezentrum VitaFutura fand der Willkommenstag bei Kaffee und Kuchen seinen Ausklang.

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