Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Das zeigt sich auch bei Wahlen: Oft werden bekannte Namen erneut gewählt, weil Veränderung Unsicherheit auslösen kann. Doch Gewohnheit allein darf nicht das entscheidende Kriterium sein. Volketswil braucht frische Impulse und den Mut zur Weiterentwicklung. Besonders wichtig ist mir, dass neue und jüngere Kandidierende eine faire Chance erhalten. Wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sich für unsere Gemeinde einzusetzen, sollte unterstützt werden unabhängig davon, ob der Name bereits bekannt ist oder nicht. Engagement, Motivation und neue Perspektiven verdienen Vertrauen. Was mir im aktuellen Wahlprozess fehlt, ist ein besserer Einblick in die Arbeitsweise der bisherigen Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber. Protokolle und Beschlüsse zeigen nicht, wie im Gemeinderat zusammengearbeitet wird, wie Diskussionen geführt werden oder wie mit unterschiedlichen Meinungen umgegangen wird. Für viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bleibt damit ein wesentlicher Teil der politischen Arbeit unsichtbar. Ohne dieses Verständnis wird oft die Gewohnheit zum entscheidenden Kriterium. Erneuerung bedeutet keinen Mangel an Wertschätzung. Im Gegenteil: Es ist möglich, Raum für Neues zu schaffen und gleichzeitig Dank für die bisher geleistete Arbeit auszusprechen. Mein Appell: Geben wir neuen Kandidierenden eine echte Chance für ein offenes, zukunftsorientiertes Volketswil.
Philippe Bachelin, Volketswil


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