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Was Volketswil jetzt braucht

Erstellt von Michael Grüebler, Grüne Volketswil-Schwerzenbach | |   Unsere Zeitung

Was braucht Volketswil in den kommenden Jahren? In der Umfrage der Standortförderung haben die Einwohnerinnen und Einwohner eine klare Antwort gegeben: Sie leben gerne hier, wünschen sich aber mehr Begegnungsorte, ein lebendiges Zentrum mit Läden und gute Verbindungen. Mit dem Innovationspark in Dübendorf vor der Haustür ist die Gelegenheit dafür so gross wie selten.

Vieles ist bereits entschieden. Am 17. April hat die Gemeindeversammlung die neuen Richtpläne festgesetzt: Volketswil soll nach innen wachsen, mit neuen Busverbindungen, besseren Velowegen und Tempo 30 in den Wohnquartieren. Im Februar hat der Gemeinderat eine Energie- und Klimastrategie verabschiedet, nach der Verwaltung und öffentliche Anlagen bis 2040 klimaneutral sein sollen. Und seit Juli bilden Politische Gemeinde und Schule die neue Einheitsgemeinde. All das braucht Investitionen. Bis 2029 plant die Gemeinde über 50 Millionen Franken aus Steuermitteln ein. Dieses Geld ermöglicht, was Private allein nicht leisten können: Strassenräume, Schulraum und Begegnungsorte, ohne die keine neue Wohnung und kein neues Geschäft entsteht. Es ist zugleich Risikovorsorge. Die Zahl der über 80-Jährigen wächst stark, Hitze und Starkregen nehmen zu, und Hochwasser haben in Volketswil schon Schäden in Millionenhöhe verursacht. Wer heute Bäume pflanzt, Flächen entsiegelt und alte Heizungen ersetzt, spart morgen. Ermöglichen und mitfinanzieren muss das die Gemeinde, und die Arbeit dafür leistet die Verwaltung. Umso mehr beunruhigt mich, dass man aus dem Gemeindehaus von Abgängen erfahrener Fachleute und von Unruhe hört. Jeder Abgang kostet Wissen, Zeit und Geld, gerade jetzt, wo die Einheitsgemeinde zusammenwachsen, die Bau- und Zonenordnung revidiert und die Richtpläne umgesetzt werden müssen. Der Gemeinderat hat alle Hände voll zu tun. Einen Auftrag, die Steuern zu senken, sehe ich in all dem nicht. Die Gemeindeversammlung hat den Steuerfuss im Dezember bei 101 Prozent belassen, und damit liegt Volketswil bereits unter dem kantonalen Durchschnitt. Eine Senkung um zehn Prozentpunkte, wie sie Finanzvorstand Matthias Buob vorschlägt, wäre zum jetzigen Zeitpunkt das falsche Zeichen: nach innen an eine Verwaltung, die Stabilität braucht, und nach aussen an Investoren und Partner, die sehen wollen, dass Volketswil seine Pläne ernst nimmt. Volketswil hat entschieden, wohin es will. Nun braucht es einen Gemeinderat, der sich als kollegiales Gremium zum Wohl von uns allen darum kümmert.

Michael Grüebler, Grüne Schwerzenbach-Volketswil

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