Alle, die den Sommer 2003 mit Hitze und Trockenheit erlebt und in den Folgejahren die Bäume angeschaut haben wissen, dass nicht alle Bäume sofort reagieren. Eine Trockenschädigung zeigt sich oft erst ein bis drei Jahre später. Dann kann aber nur noch die Kettensäge das Problem lösen. Fazit: Geben wir den Bäumen das nötige Wasser zum Überleben. Mindestens im Siedlungsraum. Sie danken es uns als unsere Lunge, als natürliche Klimaanlage, als Schattenspender. Wir müssen der Natur generell mehr Beachtung schenken und uns zu Gunsten dieser einschränken. Auch beim Wassersparen. Wir können in manchen Bereichen mit weniger Wasser auskommen. Die Pflanzen und Tiere nehmen nur, was sie effektiv brauchen. Und wir brauchen die Natur. Die Natur braucht aber uns nicht. Es ist ein Irrglaube alles mit zusätzlicher und neuer Technik meistern zu können. Es führt kein Weg an der Aussage "zurück zur Natur" vorbei. Was jedoch das Bewässern von Rasenflächen betrifft, bin ich voll der Überzeugung, dass darauf verzichtet werden sollte. Klar leiden sie auch. Diese können aber, im Vergleich zu neuen Baumpflanzungen, mit relativ geringem Aufwand wieder instand gestellt werden. Und wer etablierte Blumenwiesen hat, welche ökologisch sowieso viel wertvoller sind, muss sich auch keine Sorgen machen. Diese sind gegenüber Trockenheit viel widerstands- und regenerierfähiger als Rasenflächen, da die widerstandsfähigsten Gräser und Blumen selber Samen ausstreuen und die kleinen, entstehenden Lücken wieder füllen, sobald sich die Verhältnisse bessern.
Beni Hirzel, Volketswil


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