28 Jahre Verantwortung sind eine lange Zeit. Genug Zeit für Visionen. Für mutige Projekte. Für sichtbare Entwicklung. Doch was ist die prägende Handschrift dieser Ära? Wo ist der grosse Wurf, der nachhaltige Impuls, der Volketswil spürbar vorangebracht hat? Während andere Gemeinden investieren und ihre Zukunft aktiv gestalten, wird in Volketswil gezögert, vertagt und verwaltet. Projekte ziehen sich hin oder werden gar blockiert. Chancen verstreichen – und die finanzielle Situation zeigt sich in einem desolaten Zustand. Volketswil ist auf den kantonalen Ausgleich angewiesen, dieser steigt in den letzten Jahren kontinuierlich und budgetiert sind 23,5 Millionen Franken für 2026. Volketswil verzeichnet eine unterdurchschnittliche Steuerkraft pro Einwohner im Vergleich zum Kantonalen Durchschnitt. Volketswil verarmt. Was ist da alles gut? "Weiter so" mag bequem klingen. Für eine Gemeinde aber ist Stillstand keine Strategie. Führung bedeutet, Verantwortung nicht nur zu tragen, sondern Gestaltungskraft zu zeigen – gerade nach so vielen Jahren im Amt. Wer nach fast drei Jahrzehnten keine klare Vision erkennbar gemacht hat, wird kaum in der Schlussphase seiner politischen Laufbahn zum Erneuerer. Die Hoffnung auf einen plötzlichen Reformschub wirkt wenig realistisch, schon gar nicht, wenn es im alten Trott weiter geht. Volketswil verdient frische Energie, klare Ideen und den Mut zum Fortschritt. Deshalb wähle ich mit voller Überzeugung James Frei als Präsident sowie Sabrina Montilla-Ariano, Dejan Malcic und Matthias Buob. Nicht "weiter so" – sondern vorwärts.
Rudolf Steiger, Volketswil


Kommentare (0)
Keine Kommentare gefunden!