In seiner bisherigen 23-jährigen Feuerwehrkarriere könne er sich an kein vergleichbares Elementarereignis erinnern, erklärt der Feuerwehrkommandant Michael Fässler am Telefon. Was sich am Donnerstagabend, 16. Juli, um 19.30 Uhr über Volketswil ereignet hatte, sei schon heftig gewesen. «Sturm, Hagel und Regen - alles kam sehr schnell und gleichzeitig.» Die Hagel-Niederschlagsmenge war derart intensiv gewesen, dass es die Kanalisation verstopfte und das Wasser nicht mehr abfliessen konnte. 52 Einsätze geleistet Besonders stark betroffen waren die Gebiete Sunnebüel und Dammboden, während Gutenswil und Kindhausen verschont blieben. «Am Mythenweg stand ein Hauseingang komplett unter Wasser. Wir mussten zuerst den Hagel wegschaufeln, damit wir überhaupt an die Haustüre gelangten.» Die Feuerwehr Volketswil löste um 19.50 Uhr Grossalarm aus. 45 Angehörige der Feuerwehr standen in der Folge bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz, um Keller, Hauseingänge und Tiefgaragen auszupumpen und um Bäume sowie Äste zu beseitigen. Die Feuerwehr Uster stellte vier Wassersauger zur Verfügung. «Wir hatten insgesamt 52 Einsätze zu bewältigen - ein absoluter Rekord», hält Fässler fest. Die Einsätze wurden nach Prioritäten abgearbeitet, was bedeutet, dass die Einsatzkräfte zuerst dorthin ausrückten, wo das Schadenspotenzial am Grössten war oder Gefahr für Menschen, Tiere und Gebäude bestand. «Daher kann es bei solch einem Ereignis auch mal gut zwei Stunden dauern bis die Feuerwehr kommt. Ereignisse mit knöcheltiefem Wasser im Gebäude, so führt Fässler weiter aus, mussten warten.» Ein noch nie dagewesenes Schadensbild zeigte sich dem Kommandanten entlang des Chimlibachs. «Alle 50 Meter lag ein umgekippter Baum.» Fässler schätzt, dass gut 100 Bäume und Äste den Sturmwinden zum Opfer fielen. Menschen seien nicht verletzt worden. «Insofern sind wir glimpflich davon gekommen.»







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