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Zivilschutz im Bezirk Uster wird regionalisiert

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Die Gemeinden im Bezirk Uster wollen ihre Zivilschutzorganisationen regional bündeln, um Einsätze professioneller und mit ausreichend Personal sicherzustellen. Die Umsetzung ist ab 2028 geplant.

Der Zivilschutz hat die Aufgabe, die Bevölkerung bei Katastrophen, Notlagen und anderen ausserordentlichen Ereignissen zu schützen. Aktuell nehmen sieben verschiedene Zivilschutzorganisationen (ZSO) rund um den Greifensee diese Aufgaben wahr: die ZSO Region Dübendorf, die ZSO Egg-Mönchaltorf-Oetwil am See, die ZSO Fällanden, die ZSO Greifensee-Schwerzenbach, die ZSO Maur, die ZSO Uster und die ZSO Volketswil.

Neue Rechtslage

Mit dem totalrevidierten Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz hat sich die Ausgangslage grundlegend verändert. Die Dienstpflicht wurde verkürzt, die Aufgaben stärker auf neue Gefahren ausgerichtet und die Sollbestände vom Kanton Zürich neu berechnet. Dadurch wurde klar, dass die bisherigen Organisationen ihren gesetzlichen Auftrag künftig nicht mehr vollständig erfüllen können. Um die Einsatzbereitschaft auch bei grossen oder länger dauernden Ereignissen zu sichern, braucht es eine strukturelle Neuausrichtung.

Anfang 2024 startete ein breit abgestütztes Projekt aller Gemeinden und Zivilschutzkommandos im Bezirk Uster, begleitet von den politisch Verantwortlichen und fachlich unterstützt durch die EBP Schweiz AG. In mehreren Workshops wurden die heutigen Strukturen analysiert, Handlungsfelder definiert und verschiedene Modelle für künftige Zusammenschlüsse geprüft. Daraus entwickelte sich eine von allen Gemeinden unterstützte Drei-Regionen-Lösung mit den Regionen Dübendorf, Uster sowie der bereits bestehenden Region Egg-Mönchaltorf-Oetwil am See.

Regionale Zusammenschlüsse

Die neue Struktur soll den Zivilschutz leistungsfähiger machen, mehr Einsatzkräfte mobilisieren, die Ausbildung professionalisieren und gleichzeitig die Nähe zu den Gemeinden sichern. Alle Exekutivbehörden stehen hinter dieser Lösung. Bis Ende 2025 werden die weiteren Arbeitsschritte und Teilprojekte festgelegt, bevor politische Gremien und Stimmberechtigte über Zweckverbände oder Anschlussverträge entscheiden. Die Umsetzung der neuen Organisation ist ab 2028 geplant. (red.)

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