Die Kosten für eine Volksinitiative liessen sich wahrlich nützlicher einsetzen. Die Volksschule müsse wieder einfacher werden, fordern FDP und SVP. Gut so. Man überdenke kritisch den Berufsauftrag. Kleinere Schulen kämen gut ohne teure Schulleiter aus. Mit einem Schulhaussekretariat und einem intern gewählten Hausvorstand könnte sich jede Schule selbst entwickeln. Man führe von Heilpädagogen geführte Kleinklassen ein und dotiere die Begabten- und Begabungsförderung situativ mit den nötigen Ressourcen. Man übertrage den Schulpflegen Verantwortung für die Arbeit an der Basis. Ebenfalls zu hinterfragen ist die teure kantonale Schulaufsicht. Braucht es den Leiter Bildung? Ein Modejob? Könnte sicher auch zugunsten einer oder zweier Lehrstellen eingespart werden. Im Mittelpunkt steht das Kind. Lasst doch die engagierten und mit Herzblut amtenden Klassenlehrpersonen ihre Arbeit machen und stärkt ihr Mitspracherecht. Ihre Arbeit orientiert sich am Lehrplan, sie arbeiten mit guten Lehrmitteln, fördern die Zusammenarbeit mit den Eltern und binden diese in den Schulbetrieb ein, organisieren Theater, Musicals, Klassenlager, Exkursionen, Schulreisen, Projekte und sorgen dafür, dass jedes Kind sein Bestes leistet und so die Grundanforderungen und mehr erfüllt. Schon mit diesen paar Veränderungen liessen sich Kosten sparen und das Niveau und Vertrauen in die Volksschule zurückgewinnen. Je mehr Hierarchien, desto zäher und undurchsichtiger wird der Moloch Volksschule. Der Schulleiterlohn gebührt den Klassenlehrpersonen. Schule findet nämlich im Klassenzimmer und nicht im ruhigen, hübschen Büro statt. Unterricht braucht Ruhe und Beständigkeit, Zeit für Beziehungsarbeit und Stabilität und keine immer neuen Formulare und endlosen Gespräche.
Vroni Harzenmoser, Volketswil


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